Joachim Landgraf
Joachim Landgraf
Direktor des Kurt Weill Zentrums



Haus Feininger
Kurt Weill Zentrum / Haus Feininger/Moholy-Nagy



Haus Feininger
Kurt Weill Zentrum im
Haus Feininger/Moholy-Nagy
Innenansicht




Herzlich Willkommen


Das Kurt Weill Zentrum
im Haus Feininger/Moholy-Nagy

Das Kurt Weill Zentrum vereint ein Musikermuseum, ein Informations- und Dokumentationszentrum über Kurt Weill inklusive Archiv, Bibliothek und Mediathek sowie Organisationsräume, in denen das jährlich stattfindende, internationale Kurt Weill Fest Dessau vorbereitet wird. Es handelt sich hierbei um eine kulturelle Einrichtung der Stadt Dessau-Roßlau, die zurzeit von der Kurt-Weill-Gesellschaft e.V. betrieben wird. Seinen Sitz hat die Kurt-Weill-Gesellschaft e.V. in dem 1925/26 nach Plänen von Walter Gropius erbauten "Meisterhaus Feininger", welches zum UNESCO Welterbe zählt; seit Mai 2014 erweitert die anschließende Haushälfte des "Meisterhaus Moholy-Nagy" zum Doppelhaus. Im musealen Bereich, der jedem Besucher zugänglich ist, informiert eine Dauerausstellung über Leben und Werk des in Dessau geborenen Komponisten mit Tonbeispielen und einem biografischen Film. Außerdem organisiert das Kurt Weill Zentrum mit der Stadt Dessau-Roßlau und dem Kurt Weill Fest regelmäßig eine Sonderausstellung anlässlich des Kurt Weill Festes, die thematisch dem Werk Weills oder dem Festmotto verpflichtet ist. Durch die einmalige Verbindung von Inhalt und Ort fand das Kurt Weill Zentrum Eingang in das "Blaubuch" der Bundesregierung, in dem das Kurt Weill Zentrum als "Kultureller Gedächtnisort mit besonderer nationaler Bedeutung" eingestuft wurde. Das Kurt Weill Zentrum wurde im "Blaubuch" über die kulturellen Leuchttürme in den neuen Bundesländern, das im Auftrag der Bundesregierung erstellt wurde, als "Kultureller Gedächtnisort" mit besonderer nationaler Bedeutung eingestuft. Dort heißt es: "Das Kurt Weill Zentrum ist eine ungewöhnliche, förderungswürdige Einrichtung mit großer Ausstrahlung, die ... internationales Ansehen gewonnen hat."

Gründung

In den frühen 1990er Jahren besuchten Vertreter der Kurt Weill Foundation for Music in New York die Geburtsstadt des Komponisten Kurt Weill und vereinbarten mit dem Kulturamt der Stadt Dessau, jährlich Kurt Weill Feste zu veranstalten und Dessau zu einem europäischen Zentrum der Pflege des Weill'schen Werkes zu erheben. In diesem Zusammenhang wurde im September 1993 das Kurt Weill Zentrum im noch nicht restaurierten Meisterhaus Schlemmer eröffnet. Nach Fertigstellung der Restaurierung des Meisterhauses Feininger nach knapp zweijähriger Bauzeit zog das Kurt Weill Zentrum am 3. Dezember 1994 in das Haus Feininger um. Auch wenn der Bau des Atelier- und Wohnhauses in den Jahren 1925/26 in die Zeit der ersten Erfolge Kurt Weills als Komponist fällt, kannte Weill mit großer Wahrscheinlichkeit das Haus Feininger nicht. Kurt Weill und seine Familie lebten zu dieser Zeit bereits nicht mehr in der Muldestadt und Besuche sind nur sporadisch nachweisbar. Die Architektur von Walter Gropius und die Musik Kurt Weills legen gleichermaßen Zeugnis für die Kunst und Kultur der klassischen Moderne in der Weimarer Republik ab. Über die Eröffnung des Kurt Weill Zentrums im Haus Feininger schrieb die Mitteldeutsche Zeitung: "Der Maler Lyonel Feininger war einst der erste Bewohner des Hauses. Jetzt tritt das von der Stadt Dessau gegründete Kurt Weill Zentrum die Nachfolge an. Damit ist eine in Dessau vernachlässigte Bautradition mit einer in Dessau vergessenen Musiktradition eins geworden."
Nach der feierlichen Eröffnung und Schlüsselübergabe der Neuen Meisterhäuser Gropius und Moholy-Nagy am 16. Mai 2014, erfährt das Kurt Weill Zentrum durch das Haus Moholy-Nagy eine Erweiterung.



© Roßdeutscher & Bartel GbR, Leipzig, 2016