Kurt Weill,
Zeichnung von Fred Dolbin




Bodi Bill




Coco Schumann



Landesrabbiner
Moshe Flomenmann



Die Dessauer Synagoge und das angrenzende Gemeindehaus
mit der Wohnung der Familie Weill im Erdgeschoss. Am 9. November 1938 wurde die Synagoge geplündert und in Brand gesetzt.



Bauhaus Dessau
Bauhaus Dessau



Fürst Leopold Carré
Fürst Leopold Carré



Ausstellung
JU 52 im Technikmuseum
„Hugo Junkers“



Johannbau
Johannbau, im Hintergrund die Marienkirche und das Dessauer Rathaus



Johannbau
Umweltbundesamt



Johannbau
Johannbau, historischer Westflügel des einstigen Dessauer Residenzschlosses



Johannbau
2002 wurde das Empfangsgebäude des Wörlitzer Bahnhofs vom Umweltbundesamt übernommen und in den Bebauungsplan integriert.




Rund ums Kurt Weill Fest


„Große Köpfe“
Psychogramme von Benedikt Fred Dolbin
25.02.2012 – 29.04.2012 im Haus Muche


„Bist Du über jemand im Zweifel,
laß ihn von Dolbin zeichnen und Du weißt, wie er ist.“

(F. H. Staerk)

Benedikt Fred Dolbin (1883-1971), einer der bekanntesten ressezeichner der Weimarer Republik, machte sich mit seinem individuellen Stil bereits in seiner Heimatstadt Wien einen Namen. Neben seinem Ingenieursstudium und jahrelanger Tätigkeit in diesem Beruf stand Dolbin schon sehr früh in Kontakt mit Wiener Künstlerkreisen. Er war Kabarettist, Poet, Komponist und Kunstkritiker. 1926 zog es ihn ins Berlin der goldenen 20er Jahre. Im Gepäck hatte der jüdische Kaufmannssohn hunderte von Zeichnungen bekannter Zeitgenossen, mit denen er bei Berliner Verlagen Eindruck machte.
Mit wenigen Strichen brachte Dolbin den Charakter seiner "Opfer", denen er in Kaffeehäusern, Weinstuben, aber auch auf öffentlichen Veranstaltungen im wahrsten Sinne des Wortes auflauerte, auf Papier. Als "Kopfjäger" hat man ihn bezeichnet. Für ein Porträt soll er oft nicht mehr als eine Minute gebraucht haben. So entstanden tausende von Zeichnungen berühmter Persönlichkeiten aus Kunst, Kultur, Wissenschaft und Politik.
1933 war Dolbin durch einen Ausschluss aus dem Verband der Pressezeichner indirekt das Berufsverbot erteilt worden und er sah sich gezwungen, Deutschland den Rücken zu kehren.
Nachdem er 1935 in die USA emigriert war, verließ ihn zwar der Erfolg, aber die "Jagd nach Köpfen" ging weiter. In den USA arbeitete er vorrangig als Journalist, u. a. für die deutschsprachige Zeitung "Der Aufbau", und konnte in diesem Zusammenhang auch seine Fähigkeiten als Zeichner unter Beweis stellen.

Vom 25.02. bis 29.04.2012 zeigt der Förderverein Meisterhäuser Dessau e.V. eine Auswahl von "großen Köpfen". Neben Kurt Weill und seinen Zeitgenossen gehörten auch die Bauhausmeister zu den Gezeichneten des B.F. Dolbin.




Ausstellungseröffnung:
Samstag, den 25.02.2012 um 17.00 Uhr, im Haus Muche, Ebertallee 65, 06846 Dessau-Roßlau

Förderverein Meisterhäuser mit Unterstützung der Kurt-Weill-Gesellschaft, der Stiftung Bauhaus Dessau, der Stadt Dessau-Roßlau und des Instituts für Zeitungsforschung der Stadt Dortmund


Informationen unter
www.gropius-haus.de


Bodi Bill
03.03.2012, 22.00 Uhr im Beatclub Dessau

Wenn Bodi Bill nicht gerade in musikalischen Grenzgebieten herumstromern, sind sie in Berlin zuhause. Auf den drei bisher erschienenen Alben präsentiert die 2005 gegründete Band einen clever gewählten Mix aus Versatzstücken von kühlem Elektro und berührendem, modernen Folk; es ist eine kraftvolle Musik, die gleichermaßen intuitive wie programmatische Züge in sich trägt. Nach den innerhalb von eineinhalb Jahren veröffentlichten
ersten beiden Alben gönnten sich Fabian Fenk, Anton Feist und Alex Stolze eine Aufnahmepause und trieben ihre internationale Karriere voran. Aus dem unmittelbaren Freundeskreis ihrer Heimatstadt Berlin entwickelten sie sich sukzessive heraus und erspielten sich neue Fangemeinden in ganz Europa: Sie traten in Österreich, Spanien, Frankreich und der Schweiz auf und veröffentlichten CDs u.a. in Skandinavien, Japan und den Niederlanden. Im April 2011 erschien ihr drittes Album "What". Im Rahmen ihres Konzertes beim Kurt Weill Fest beschäftigt sich die Band mit dem Dessauer Komponisten.

Eine Kooperation mit dem Beatclub Dessau

Tickets: 18,50 €

Informationen und Karten unter
Online-Karten-Service


„Salon Bolschewique“
Hausfrauen fragen – Wissenschaftler antworten

01.03.2012, 20.00 Uhr im Alten Theater Dessau
Moderation: Thorsten Köhler

Der Science Slam – das dem Poetry Slam entlehnte Format, bei dem allerdings nicht selbstgeschriebene Texte, sondern selbst erarbeitete Forschungsergebnisse, wissenschaftliche Sachverhalte oder kurze Abhandlungen verschiedenster Themen präsentiert werden, erfährt bei dieser Veranstaltung eine kleine, aber entscheidende Modifikation. Ein Podium aus drei Hausfrauen befragt den Referenten zu einer zuvor dargelegten Problematik. Auf unterhaltsame Weise erfährt man so mehr zu Themen, die zwar allgegenwärtig und präsent sind, über die aber die wenigsten mehr wissen, als die üblichen Gemeinplätze hergeben.

Tickets: 3,00 €

Informationen und Karten unter
www.restaurant-altes-theater.de


„Ein Leben in Deutschland“
Gespräch mit Coco Schumann

08.03.2012, 18.00 Uhr im Alten Theater Dessau
Gesprächspartnerin: Jana Müller

1924 geboren ist Coco Schumann einer der wenigen noch lebenden Musiker, der die Anfänge der Swing Bewegung in Deutschland miterlebt, der selbst zu den Swing-Kids gehört hat. Bis 1943 konnte er in Berliner Clubs spielen, obwohl er als Halbjude und Jazzer in doppelter Weise mit den inhumanen Haltungen der Nazis kollidierte. Zuerst in das Vorzeigeghetto Theresienstadt deportiert, überlebte er auch die Internierung in Auschwitz-Birkenau und Kaufering, einem Nebenlager von Dachau – auf einem Todesmarsch Richtung Innsbruck wurden er und die Mitgefangenen von den Amerikanern befreit. Nach dem Krieg fand er wieder den Anschluss an die Jazzszene, spielte mit Helmut Zacharias, drehte Filme mit Heinz Erhardt und wurde der erste deutsche Musiker, der mit einer elektrisch verstärkten Gitarre spielte. 1950 nach Australien ausgewandert kehrte er 1954 nach Deutschland zurück, da er in "Down Under" nicht Fuß fassen konnte.

In seiner Autobiografie "Der Ghetto-Swinger" lässt sich nachlesen, wie sein bewegendes Leben bisher verlief – im Gespräch mit Jana Müller berichtet Coco Schumann persönlich davon.

Eine Kooperation mit dem AJZ Dessau und dem Beatclub Dessau

Tickets: Eintritt frei

Informationen und Anmeldung unter
Tel. 0340. 2 21 51 07




„Zu Gast bei der jüdischen
Gemeinde zu Dessau“

04.03.2012, 11.00 Uhr in der Synagoge Dessau,
Kantorstraße 3

Was letztes Jahr so gut begann, soll in diesem Jahr seine Fortsetzung finden: Das Kurt Weill Fest ist wieder zu Gast bei der Jüdischen Gemeinde. Erst seit Mitte der 1990er Jahre besteht in Dessau die Jüdische Gemeinde wieder; Die „Alte Synagoge“ in Dessau war bis zu ihrer Zerstörung in der Reichspogromnacht die wichtigste Synagoge in Anhalt.

Informationen und Anmeldung unter
Tel. 0340. 2 21 51 07




Festakt
zur feierlichen Umbenennung der Musikschule Dessau in
Musikschule „Kurt Weill“

10.03.2012, 17.00 Uhr im Foyer des
Anhaltischen Theaters Dessau

(vor Beginn der Kinderoper „Oskar und
die Groschenbande“Siehe V45


Museum für Stadtgeschichte Dessau
„Dessau und Kurt Weill“

Die Führung zeichnet ein Bild der Stadt Dessau zu Lebzeiten Kurt Weills

Informationen und Anmeldung unter

Tel. 0340 . 8003794




„Neue Sachlichkeit“
Wohnmodelle am Beispiel von Gropius und Le Corbusier

Neues Bauen! Das war das Credo einer jungen Architektengeneration zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Diese revolutionäre Architekturauffassung wurde – von ihren Vertretern in die ganze Welt exportiert – zum Inbegriff der Moderne. Die besondere Führung stellt ihre Hauptvertreter vor und geht alter Gropius' und Le Corbusiers Interpretationen von Sachlichkeit, Zweckhaftigkeit und modernem Stil am Beispiel der Siedlung Törten nach.

Samstag, 25.02.2012, 15.00 Uhr
Samstag, 03.03.2012, 15.00 Uhr
Samstag, 10.03.2012, 15.00 Uhr

Treffpunkt:
Konsumgebäude, Am Dreieck 1
Dauer: ca. 1,5 h

Informationen und Anmeldung unter
Tel. 0340 . 6508251





„Musik am Bauhaus“

Zeitgenössische Musik hatte auf das stets interdisziplinär arbeitende Bauhaus einen großen Einfluss. Durch seine legendären Feste in Weimar und Dessau und die Bauhaus-Kapelle galt es auch als Ort der musikalischen Avantgarde. Lyonel Feininger komponierte Fugen, Paul Klee war ein hervorragender Geiger und Wassily Kandinsky beschäftigte sich
mit der Musik Arnold Schönbergs. Die Führung im Rahmen des Kurt Weill Fests gibt einen Überblick über die musikalische Geschichte des Bauhauses.

Sonntag, 26.02.2012, 10.00 Uhr
Sonntag, 04.03.2012, 10.00 Uhr
Sonntag, 11.03.2012, 10.00 Uhr

Treffpunkt:
Besucherkasse im Bauhausgebäude, Gropiusallee 38
Dauer: ca. 1,5 h

Informationen und Anmeldung unter
Tel. 0340 . 6508251






Stiftung Bauhaus Dessau
Öffnungszeiten: Mo. bis So. 10.00 - 18.00 Uhr
Öffentliche Führungen durch das Bauhaus:
täglich 11.00 und 14.00 Uhr

www.bauhaus-dessau.de


Tourist-Information Dessau-Roßlau
„Auf den Spuren jüdischen
Lebens in Dessau-Rosslau“


Stadtrundfahrt zu den Orten des Zusammenlebens jüdischer und nicht jüdischer Bürger (inkl. Besuch der Ausstellung im Johannbau, des Moses-Mendelssohn-Zentrums und des Jüdischen Friedhofes)

Sonntag, 04.03.2012, 10.30 Uhr

Treffpunkt:
Zerbster Straße 2c
Dauer: ca. 2,5 h

Informationen und Anmeldung unter
Tel. 0340 . 2041442




Festivallounge
im Radisson Blu Fürst Leopold Hotel


Im Anschluss an ausgewählte Veranstaltungen des Kurt Weill Fest laden wir Sie und unsere Künstler zu einem stimmungsvollen Ausklang mit Live-Musik ein.

Eine Kooperation des Kurt Weill Festes Dessau mit dem
Radisson Blu Fürst Leopold Hotel.

Die Termine und das Programm werden im Januar veröffentlicht

Radisson Blu Fürst Leopold Hotel
Friedensplatz 1

Eintritt frei







VERANSTALTUNGEN
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Programmübersicht


TICKET-SERVICE

01805 - 564 564 *
oder
0341 - 14 990 900
* 14 Cent/Min. aus dem deutschen Festnetz und evtl. abweichende Preise aus den Mobilfunknetzen und den Netzen anderer Anbieter.






„Ne Musik gab´s da,
da wurde was geboten
für sein Geld!
Ich weiß ja nicht,
ob Ihnen so was
grad gefällt,
Doch: Es war das Schönste
auf der Welt.“

aus: Happy End,
Bilbao-Song


© Roßdeutscher & Bartel GbR, Leipzig, 2012