Anja Schiffel
Vorbereitung zur Eröffnung der Großen Berliner Kunstausstellung, Juni 1924
© Bundesarchiv, Bild 183-S29554


Sammlung Moderne eins
Das Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) ist eines der bedeutenden Museen für die Kunst der Moderne in Mitteldeutschland. In seiner mehr als 130-jährigen Geschichte nahm es immer wieder eine besondere Position in der deutschen Museumslandschaft ein. In dieser Traditionslinie präsentieren sich die Sammlungen zur Kunst der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts fortan in einer vollkommen überarbeiteten und etwas Neues wagenden Zusammenstellung.
© Kunstmuseum Moritzburg


Kunstmuseum Moritzburg
In den mehr als 500 Jahren seiner Geschichte ist das Bauensemble der Moritzburg mehrfach stilistisch überformt wurden. Es vereint Elemente der Spätgotik und Renaissance, des Barocks, des Historismus des 19. Jahrhunderts wie auch des 20. Jahrhunderts. Seit der Zerstörung der Moritzburg 1637 überdauerte das Ensemble bis zu Beginn des 21. Jahrhunderts als Ruine, was bis heute an der Architektur ersichtlich ist.





Programm 2018

V45

Sonntag | 11.03.2018


11:00 Uhr, Kammerkonzert im Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale)

10 Jahre Novembergruppe
Eine Rekonstruktion des Konzertes
vom 24. Januar 1930


Musik u.a. von Max Butting, Hanns Eisler,
Stefan Wolpe und Kurt Weill

Musiker der Anhaltischen Philharmonie Dessau

Mit Verspätung wurde 1930 im Rahmen eines Konzertabends das zehnjährige Bestehen der 1918 gegründeten Novembergruppe gefeiert – einer lockeren Vereinigung von politisch engagierten Künstlern. Auf dem Programm standen auch Kompositionen von Weill, der sich dieser Gruppe 1923 angeschlossen hatte. Ein historisches musikalisches Ereignis, das nun nacherlebt werden kann.

Rund 120 Maler, Architekten, Fotografen und Komponisten gehörten der 1918 gegründeten Novembergruppe an – unter ihnen Lyonel Feininger und Kurt Weill. Meisterwerke dieser beiden Künstler sind hautnah in der Moritzburg zu erleben. Gemälde und Plastiken von halleschen Mitgliedern der Novembergruppe treffen auf unsterbliche Musik. Im Anschluss wird eine halbstündige Führung durch die Sammlung u.a. zur halleschen Novembergruppe angeboten.

Eine umfassende Bestimmung der Mitglieder ist durch Mangel an Dokumenten nahezu unmöglich. Unter den meist über 120 Mitgliedern waren Architekten, Maler, Musiker und Kunsttheoretiker. Zu Ihnen gehörten: Jankel Adler, Lou Albert-Lasard, Peter Alma, Fred Antoine Angermayer, George Antheil, Hans Arp, Rudolf Ausleger, Willi Baumeister, Herbert Behrens-Hangeler, Rudolf Belling, Róbert Berény, Henryk Berlewi, Xenia Boguslawskaja, Hans Brass, Nikolaus Braun, Marcel Breuer, Max Butting, Heinrich Campendonk, Heinrich Maria Davringhausen, Walter Dexel, Otto Dix, Kinner von Dressler, Friedrich Peter Drömmer, Max Dungert, Josef Eberz, Heinrich Ehmsen, Hanns Eisler, Conrad Felixmüller, Lyonel Feininger, Oskar Fischer, Fred Forbát, Peter Foerster, Hans Freese, Otto Freundlich, Theodor Fried, Ernst Fritsch, Heinz Fuchs, Alfred Gellhorn, Paul Goesch, Arthur Goetz, Gottfried Graf, Otto Griebel, George Grosz, Paul Grunwaldt, Bernhard Hasler, Emil van Hauth, Gustav Havemann, John Heartfield, Wilhelm Heckroth, Hans-Siebert von Heister, Wieland Herzfelde, Oswald Herzog, Karl Jakob Hirsch, Leon Hirsch, Hannah Höch, Lothar Homeyer, Jascha Horenstein, Johannes Itten, Philipp Jarnach, Alexej Jawlensky, Walter Kampmann, Wassily Kandinsky, Bernhard Klein, César Klein, Fritz Klein, Issai Kulvianski, Otto Lange, El Lissitzky, Alfred Lomnitz, Thilo Maatsch, Hans Mattis-Teutsch, M. H. Maxy, László Moholy-Nagy, Ewald Mataré, Ludwig Meidner, Moriz Melzer, Carlo Mense, Ludwig Mies van der Rohe, Otto Möller, Rudolf Möller, Johannes Molzahn, Georg Muche, Albert Mueller, Otto Nagel, Jacobus Johannes Pieter Oud, László Péri, Felix Petyrek, Enrico Prampolini, Iwan Puni, Anne Ratkowski, Franz Radziwill, Hilla von Rebay, Heinrich Richter-Berlin, Joachim Ringelnatz, Christian Rohlfs, Elisabeth Ronget, Kurt Hermann Rosenberg, Walter Ruttmann, Hermann Scherchen, Rudolf Schlichter, Wilhelm Schmid, Paul Schmolling, Georg Schrimpf, Kurt Schwerdtfeger, Arthur Segal, Lasar Segall, Walter Spies, Mart Stam, Heinrich Stegemann, Fritz Stuckenberg, Hans Heinz Stuckenschmidt, Georg Tappert, Bruno Taut, Heinz Tiessen, Niko Wassiliew, Kurt Weill, Ines Wetzel, Gustav Wiethüchter, Carel Willink, Gert Wollheim, Stefan Wolpe, Wladimir Rudolfowitsch Vogel und Karl Völker.

Besuchern dieser Veranstaltung wird während des gesamten Festspielzeitraums ermäßigter Eintritt in die Dauerausstellung "Kunst der Moderne" im Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) gewährt.






auch am 04.03.2018 - V33








KARTENPREISE
  regulär ermäßigt
  18 € 15 €
U27-Ticket 9 €
Führung 6 €



KARTENSERVICE

0341 - 14 990 900


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